Monokular: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 7. Juli 2026, 16:10 Uhr
SCHWEIZER Prismen Monokular, 4x12, 6x18, 8x20
Kurzbeschreibung
Das Monokular ist ein Handfernrohr. Dieses wird auf dem besseren Auge zum Betrachten von entfernten Gegenständen genutzt.
Das Monokular dient zur Detailbetrachtung im Unterricht (Tafel, Smartboard, Lerngänge) und in der Freizeit (Ausflüge, Wanderungen, Theater) sowie zur Orientierung im Straßenverkehr.
Pädagogische Einschätzung
Vorteil:
- Leichter Transport
- Schnelle Verfügbarkeit
- Unabhängigkeit von Stromquellen
- Universeller Einstellmodus
Nachteil:
- Eingeschränkter Bildausschnitt, abhängig von Vergrößerung
Pädagogische Hinweise:
Der Gebrauch eines Monokulars ist anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint. Folgende Sehaufgaben sind zu bewältigen:
- Spotting: einen Gegenstand erkennen
- Scanning: einen Gegenstand, z.B. Aufgabe an der Tafel, Hausnummer auf einer Fläche finden
- Tracing: einen Gegenstand, z.B. Ampeln oder Straßenschilder mit Hilfe einer Hilfslinie finden
- Tracking: einen sich bewegenden Gegenstand verfolgen, z.B. Busnummer, fliegenden Vogel
Damit ein sicherer Umgang im Unterricht und der Freizeit gewährleistet werden kann, ist ein Monokulartraining unbedingt notwendig.
Bei der Nutzung des Monokulars beim Lesen an der Tafel/Smartboard sind folgende Aspekte zu beachten:
- Das Monokular sollte mit dem besseren Auge trainiert werden
- Die Monokularhand ist nicht die Schreibhand, damit ein Schreibfluss gewährleistet werden kann
- Komplexe Tafelanschriebe/lange Texte zu erfassen, bleibt auch mit dem Monokular schwierig, daher sollten an dieser Stelle Tischvorlagen/Kopien ausgehändigt werden
- Grundsätzlich ist auf eine saubere Tafel zu achten, um einen hohen Kontrast zu ermöglichen, dies wird durch das Nutzen weißer oder gelber Kreide unterstützt
- Tafelanschriebe sollten verbalisiert werden und das Monokular zum punktuellen Fokussieren des Inhaltes genutzt werden 🡪 Orientierungshilfe geben: Zeigen, wo man sich gerade befindet; Schüler kann am langen Arm der Lehrkraft entlangfahren
- Zeilenangaben, Markierungen (Farbe, Unterstreichen, Fettdruck) helfen dem Monokularnutzer
- Auf einen günstigen Sitzplatz achten: Gegenlicht und Blendung vermeiden, frontal zur Tafel, freie Sicht
In der Regel finden sich häufig Monokulare mit folgender Vergrößerung im Unterricht: 4x12, 6x18, 8x20. Hierbei sollte man sich bewusst sein, dass eine höhere Vergrößerung mit einer Verkleinerung des Bildausschnittes einhergeht. Es ist davon auszugehen, dass bei jüngeren Kindern mit einer geringeren Vergrößerung schneller ein sicherer Umgang trainiert werden kann. Gegebenenfalls kann ab Klasse 3/4 auf eine höhere Vergrößerung umgestellt werden. Im Hinblick auf die weiterführende Schule, wo der Abstand zwischen Tafel und Schülerarbeitsplatz größer wird, sollte die Vergrößerung des Monokulars überprüft werden.
Beispiele für den Nachteilsausgleich
Der Schüler/die Schülerin nutzt als technische Hilfe ein Monokular mit der Vergrößerung xy der Firma xy.
Hinweise für die Hilfsmittelbeantragung
Nach einer eingehenden Erprobung erfolgt eine Verordnung durch den Augenarzt. Die Eltern suchen einen Augenoptiker auf, der für sie die Beantragung der Übernahme der Kosten bei der Krankenkasse regelt.